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(sh, 20.09.2019) Laut WWF-Studie „Klimawandel auf dem Teller“ stammen 30 % der gesamten CO2-Emissionen aus der Lebensmittelwirtschaft. Um Emissionen am effektivsten zu begrenzen, wird nun in Deutschland ab 2021 ein CO2-Preis für jede Tonne CO2, die in die Atmosphäre abgegeben wird, eingeführt. Durch Reduktionsmaßnahmen sollen emittierte Treibhausgase wieder aus der Atmosphäre entfernt werden, damit das globale Ziel einer Netto-Null-Klimabilanz erreicht wird und sich damit die globale Temperatur stabilisiert.

Unter anderem in Finnland und Schweden gibt es bereits Climate Footprints auf Lebensmittelverpackungen, die kennzeichnen, wieviel Kilogramm an Treibhausgasen entweichen, wenn eine Tonne davon hergestellt wird. Machen das viele Hersteller, kann man CO2 Emissionen zwischen den Produkten vergleichen und eine „klimafreundliche“ Wahl treffen.
Das Thema bewegt uns, so wie auch viele andere auf dem großen Klimastreik am letzten Freitag. Wir möchten etwas tun und werden deshalb Carbon Footprints für unsere Lebensmittel einführen. 

„Hilfe mein Lebensraum schmilzt…“

…so stand es auf einem der vielen Plakate, die die Schülerinnen und Schüler am letzten Freitag beim globalen Fridays for Future Klimastreik in Berlin in die Höhe hielten. Sie treten für eine „Netto-Null-Treibhausgas-Klimabilanz“ bis 2035 ein und wurden dabei von vielen Eltern, Omas und Opas, Lehrern, Wissenschaftlern, Künstlern und vielen mehr unterstützt, denn Klimawandel geht ja alle Generationen an….

Ohne Eisdecke funktioniert nichts

Die Eisdecke an den Polen schmilzt zunehmend und dass sie ein wichtiger Pfeiler des Meereslebens ist, stellt auch das Alfred-Wegener-Institut (AWI), das als eines der 19 Helmholtz-Forschungszentren in den Polarregionen und Ozeanen der mittleren und hohen Breiten forscht, in den Fokus:
Ohne Eisdecke funktioniert hier nichts, denn ohne sie gerät das natürliche Ökosystem schnell aus den Fugen.

In der Arktis jagen die Eisbären die Robben….

…und die Floh- und Ruderfußkrebse, die sich an der Schollenunterseite mit Eisalgen sattfressen, dienen den Polardorschen als Futter. Den Polardorschen wiederum stellen die Robben, Seevögel und die Wale nach. Wie lange wird das so noch möglich sein?

Bildquelle: https://www.awi.de/im-fokus/meereis/leben-im-und-unter-dem-eis.html

Nirgends erwärmt sich die Erde so schnell wie im hohen Norden

Weil gerade dort, wo sich die Erwärmung am schnellsten vollzieht, das Unwissen am größten ist, hat sich am Samstag – ein Tag nach dem Klimastreik – die Polarstern, Eisbrecher und Forschungsschiff des AWIs, für ein Jahr zu einer gigantischen Forschungsexpedition Richtung Arktis aufgemacht.

Ein wichtiges Ziel ist, die Dynamik der großen Eisschmelze besser zu verstehen, denn was in der Arktis passiert, wirkt sich nicht nur auf die dortige Tier-und Pflanzenwelt aus. Schon jetzt zeigen veränderte Luftdruckmuster der Arktis Auswirkungen bis in die Tropen. Die Prognosen zum Temperaturanstieg für die Arktis variieren zwischen 5°C und 15°C und ab wann der Sommer in der Arktis richtig eisfrei sein wird, ist auch nicht klar – vielleicht bereits in 10 Jahren oder doch erst in 50 Jahren?

Bildquelle: https://www.awi.de/im-fokus/meereis/leben-im-und-unter-dem-eis.html

Algorithmen trainieren für bessere Klimaberechnungen

Die Forscher in der Arktis werden Eis- und Atmosphärendaten sammeln und für neue Klimamodelle nutzen, die die künftige Entwicklung des arktischen Klimas und Meereises simulieren. Grundsätzlich berechnen Klimamodelle immer nur mögliche Annäherungen an die echten Prozesse. Nun sollen selbstlernende Algorithmen eingesetzt werden, um die Rechenleistung von Computern zu erhöhen.

In Trainingszeiten mit dem Klimamodell selbst, lernen diese Module verschiedene Ergebnisse „auswendig“ und können diese bei weiteren Berechnungen schneller anwenden. Die Klimamodelle würden dann auch robustere Grundlagen für politische Entscheidungen bieten.
Die Ergebnisse rechtfertigen dann hoffentlich auch den hohen Treibstoffbedarf der Klimaexpedition in die Arktis. Die Polarstern, die von vier weiteren Eisbrechern begleitet und versorgt wird, verbraucht allein schon 6000 t Treibstoff.

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