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Begriffe aus dem eatr Ecosystem

Akkreditierte Zertifizierungsstellen

Hierbei handelt es sich um Zertifizierungsstellen, die von einer unabhängigen Akkreditierungsstelle (in Deutschland die DAkkS) die Kompetenz zugesprochen wurde, Zertifizierungen für bestimmte Zertifizierungsstellen auszusprechen.

Alnatura

Alnatura ist eine eigene Handelsmarke, entwickelt Bio-Produkte und betreibt eigene Bio-Supermärkte. Aktuell umfasst das Markensortiment rund 1.200 Bio-Produkte, erhältlich im Onlineshop, bei ausgewählten Handelspartnern sowie in über 100 Alnatura Filialen in Deutschland und der Schweiz. Zusätzlich zu den Anforderungen der EG-Öko-VO erfüllen die Produkte die Anforderungen von Demeter, Bioland, und Naturland.
Mit der Alnatura Bio 7 Initiative informiert Alnatura über eigene Werte und und Vorhaben, mit denen Alnatura die Zukunft gestalten möchte.

Anbauverbände

Anbauverbände sind Zusammenschlüsse von biologisch wirtschaftenden Landwirten, deren Qualitätsrichtlinien über die Standards der gesetzlichen EU-Öko-VO hinausgehen. In Deutschland gibt es neun Anbauverbände [7]:

  • Biokreis: entstand 1979 als regionale Erzeuger-Verbraucher-Gemeinschaft in Ostbayern. Inzwischen in weiteren Bundesländern tätig. 872 Bauern, 35000 Hektar
  • Bioland: gegründet 1971. Mitgliederstärkster Verband mit einem Ableger in Südtirol. Mitglied sind auch viele Verarbeiter, besonders Bäcker. 5443 Bauern, 267000 Hektar.
  • Biopark: 1991 in Mecklenburg-Vorpommern gegründet. Lehnt sich organisatorisch an Deutschen Bauernverband an. Betriebe beliefern überwiegend Lebensmitteleinzelhandel. Enge Zusammenarbeit mit Naturschutzverbänden. 571 Bauern, 133000 Hektar
  • Demeter: gegründet 1924. Die Landwirte wirtschaften nach biologisch-dynamischer Methode. Die Richtlinien gelten als die strengsten in der Bio-Branche. International tätiger Verband. 1387 Bauern, 66000 Hektar.
  • Ecoland: 1997 in Baden-Württemberg gegründet und ist stark in der regionalen Vermarktung engagiert.41 Bauern, 2100 Hektar.
  • EcoVin: Die meisten deutschen Bio-Winzer gehören dem 1985 gegründeten Verband an. Sie haben strenge Keltereiregeln (EU-Öko-Verordnung macht hierzu keine Vorgaben). 215 Winzer, 1500 Hektar.
  • Gäa: 1989 in Sachsen gegründet. Hat seinen Schwerpunkt noch in den neuen Bundesländern. Möchte regionale Strukturen stärken und die Weiterverarbeitung der Öko-Erzeugnisse im Osten voranbringen. 342 Bauern, 34000 Hektar
  • Naturland: 1982 von Bauern gegründet. Mitgliederzweitstärkster Bio-Verband. Zertifiziert auch Zuchtfisch, Holz und Naturkosmetik. International und im fairen Handel engagiert. 2441 Bauern, 126000 Hektar
  • Verbund Ökohöfe e.V. und Verbund Ökohöfe Nordost e.V.: Die beiden aus Gäa-Landesverbänden hervorgegangenen Vereine betreuen Betriebe in den ostdeutschen Bundesländern. Sie engagieren sich besonders stark gegen die Agro-Gentechnik. 162 Bauern, 19000 Hektar

Bio

Bio ist ein gesetzlich geschützter Begriff und darf nur für Lebensmittel verwendet werden, die mindestens die Anforderungen der EG-Öko-VO erfüllen. Dazu gehört z.B., dass mindestens 95 Prozent der landwirtschaftlichen Zutaten Bio sind. Liegt der Bio-Anteil zwischen 50 und 95 Prozent, werden nur die Bio-Zutaten im Zutatenverzeichnis gekennzeichnet. Die Begriffe öko, biologisch, ökologisch, aus kontrolliert biologischem Anbau, ökologischer Landbau etc. sind Synonyme für Bio und unterliegen denselben Anforderung. Die Nutzung des BIO-Siegels ist freiwillig.

BioBio

Eigenmarke der Netto Marken-Discount AG & CO. KG für insgesamt 400 Lebensmittel von Bio-zertifizierten Lieferanten sowie Erzeugern (EG-Öko-VO).

Carbon Footprint

Der gesamte Carbon Footprint eines Produkts ist ein Maß für die direkten und indirekten Treibhausgasemissionen (THG), die mit allen Aktivitäten im Lebenszyklus des Produkts verbunden sind. Produkte sind sowohl Waren als auch Dienstleistungen. Ein CO2-Footprint wird auf der Basis realer Daten wie z.B. Energieverbrauch, Transport etc. berechnet, die aus Agri-Footprint Datenbanken generiert werden können. Hier sind Daten zu landwirtschaftlichen Erzeugnissen wie Futtermittel, Lebensmittel und Biomasse hinterlegt. Flüsse aus und zur Natur (Zufuhr von Wasser, Energie, Rohstoffe und Abgabe an Luft, Land und Wasser), die für die Produktherstellung notwendig sind, werden dabei berücksichtigt (LCI=Life Cycle Inventory) .[6]
Der Carbon Footprint für Lebensmittel wird in t CO2 pro Kg Lebensmittel angegeben. Die derzeitige Landwirtschaft ist für ein Viertel der weltweiten Treibhausgas-Emissionen verantwortlich.

ECHT BIO

Hinter ECHT BIO stehen 460 selbstständige Bioläden, Naturkostfachgeschäfte und Bio-Supermärkte in ganz Deutschland, die ihre Unabhängigkeit bewahren und Biowerte hochhalten.

EcoVeg

von unabhängiger Stelle kontrolliertes Zertifizierungssystem für vegan Produkte in Bio-Qualität.

Eigenerklärungen

Eigenerklärungen sind Regelwerke, deren Erfüllung nicht durch unabhängige Dritte überprüft wird. Hier erklärt der Hersteller selbst.

EDEKABiO

Eigenmarke der EDEKA ZENTRALE AG & Co. KG für Lebensmittel von Bio-zertifizierten Lieferanten sowie Erzeugern. EDEKA Bio erfüllt dabei nicht nur die Anforderungen der EU-Bio-Verordnung, sondern teilweise auch die Anforderungen von Bioland oder Naturland.
Der Panda steht für die Partnerschaft von EDEKA mit dem WWF: Diese Produkte erfüllen die vom WWF anerkannten, ökologische Standards (EG-Öko-VO, Naturland, Bioland und vergleichbare Verbände, MSC, FSC® oder Blauer Engel).Der WWF-Panda ist also kein eigenständiger Standard sondern weist auf besonders anspruchsvolle Standards hin. Zusätzlich gibt eine Wasserrisiko- und Sozialrisikoprüfung, weil diese wichtigen Aspekte durch das Biosiegel nicht abgedeckt sind.

EU-Bio-Logo

Alle verpackten Bio-Lebensmittel müssen das EU-Bio-Logo tragen. Es signalisiert, dass die Anforderungen EG-Öko-VO eingehalten wurden. Das Zeichen kann mit grafischen Elementen oder Textelementen, die auf den ökologischen Landbau Bezug nehmen, kombiniert werden. Unter dem EU-Bio-Logo muss die Codenummer der zuständigen Kontrollstelle angegeben werden. Für Bioprodukte, die in Deutschland kontrolliert werden, lautet die Kennzeichnung DE-Öko-0XX, wobei X für eine Ziffer steht. Hinzu kommt noch eine vorgeschriebene Angabe, ob die Ausgangsstoffe aus der EU stammen oder nicht. Die bestehenden Logos und Verbandszeichen dürfen zusätzlich verwendet werden.

Evidensia

Evidensia bietet einfachen Zugang zu glaubwürdigen Forschungsergebnissen über die Auswirkungen von Initiativen und Instrumenten der Lieferkette auf die Nachhaltigkeit, einschließlich Standards und Zertifizierungen. https://www.evidensia.eco/

GlobalGAP

GlobalGAP ist eine weltweit operierende Organisation mit Sitz in Köln, die Qualitäts- und Zertifizierungssysteme für die Landwirtschaft vergibt. GAP steht dabei für „Gute Agrar-Praxis“. Als B2B Standard (business-to-business) sind die Siegel von GlobalGAP häufig nicht auf den Endprodukten zu finden.

GutBIO

Eigenmarke der ALDI Einkauf GmbH & Co. OHG (Aldi Nord) für Lebensmittel von Bio-zertifizierten Lieferanten sowie Erzeugern (EG-Öko-VO).

Life Cycle Thinking

Das Life Cycle Thinking ist ein Ansatz, der bewertet, wie sich ein Produkt auf die Umwelt auswirkt. Dabei werden die Auswirkungen des gesamten Lebenszyklus eines Produkts berücksichtigt (Rohstoffgewinnung, Materialverarbeitung, Transport, Verteilung, Verbrauch, Wiederverwendung / Recycling, Entsorgung).

Mitgliedschaft bei ISEAL

ISEAL ein global anerkannter Mitgliedsverband für glaubwürdige, (akkreditierte) Nachhaltigkeitsstandards. Durch die Anerkennung der Grundsätze und Verhaltenskodizes von ISEAL und der Codes of Good Practice bei der Festlegung von Standards, gewinnen Zertifizierungssysteme an Glaubwürdigkeit.

ProVeg

Europaweit anerkanntes Zertifizierungssystem zur Kenn­zeichnung vegetarischer und veganer (tierfreier) Produkte, Bio ist nicht Voraussetzung.

Rapunzel

Eigenmarke der RAPUNZEL NATURKOST GmbH für Lebensmittel von Bio-zertifizierten Lieferanten sowie Erzeugern. Zusätzlich zu den Anforderungen der EG-Öko-VO erfüllen die Produkte die Anforderungen von Demeter.

Zertifizierungssysteme

Zertifizierungssysteme sind formalisierte Regelwerke. Zertifizierungen sind i.d. R. zeitlich befristet und werden von unabhängigen Zertifizierungsstellen (i.d.R. nicht staatlich) vergeben.

In Deutschland verwendete Nachhaltigkeitsstandards

  • 4C – Common Code for the Coffee Community
  • Bio-Siegel (deutsch)
  • Biokreis – regional & fair
  • Biokreis-Siegel
  • Bioland
  • Biopark
  • Biozyklisch-Veganer Anbau
  • ClimatePartner
  • Demeter
  • EcoVeg
  • ECOVIN
  • EU-Bio-Siegel
  • FAIR ‚N GREEN
  • Fair For Life Programme
  • Fairtrade
  • Gepa fair+
  • GGN – zertifizierte Aquakultur
  • Gäa – Ökologischer Landbau
  • HAND IN HAND – Rapunzel
  • Marine Stewardship Council
  • Naturland – Lebensmittel
  • Naturland Fair – Lebensmittel
  • Pro Planet
  • ProVeg
  • Rainforest Alliance
  • Roundtable on Sustainable Palm Oil
  • SGS Institut Fresenius
  • UTZ

zur Website Siegelklarheit

Einschätzung des BUND zu ausgewählten deutschen Lebensmittel-Siegeln

zur Website
Sehr empfehlenswert – hohe Ökostandards der deutschen Anbauverbände:

  • Bioland
  • ECOVIN
  • demeter
  • Naturland
  • ECOOLAND
  • Gàa e.V
  • biokreis

Empfehlenswert – Mindeststandard laut EG-Öko-Verordnung:

  • Bio nach EG-Öko-Verordnung
  • EU-Bio-Siegel

Empfehlenswert – Mindeststandard laut EG-Öko-Verordnung

  • BIOBIO
  • EDEKABio

Ohne Gentechnik, doch nicht ökologisch; wegen Tierschutz empfehlenswert:

  • Neuland

empfehlenswert (doch weniger als die Bio-Siegel):

  • ohne Gentechnik

Knapp 2/3 der Produkte sind auch Bio; empfelenswert:

  • FAIRTRADE

Bedingt empfehlenswert; der BUND rät, wenig Meeresfisch zu essen:

  • zertifizierte nachhaltige Fischerei MSC

Aussagekraft begrenzt – Vorsicht geboten:

  • Öko-Test

Kein Umweltnutzen erkennbar, nicht empfehlenswert:

  • QS – Ihr Prüfsystem für Lebensmittel

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